Nach dem Feedback ist vor dem Feedback

2. November 2018

„Ihre Feedback-Ergebnisse liegen vor“ – mit dieser Botschaft erhalten Feedback-Empfänger nach dem Ende der Befragungsfrist von 360° Feedbacks häufig Zugang zu ihren Ergebnissen. Klingt nach einem Abschluss – Dabei stellt dies erst den Startpunkt für den zentralen Part eines Feedbackprozesses dar: die Arbeit mit den Rückmeldungen!

Damit ein Feedback seine volle Wirkung entfaltet und zu einer langfristigen Weiterentwicklung beiträgt, sind vor allem auch die Schritte der Feedbacknachbereitung erfolgsentscheidend.

Wir legen daher viel Wert auf die nachhaltige Arbeit mit individuellen Feedbackergebnissen. Idealerweise kommt dabei ein mehrstufiger Follow-up-Prozess zum Einsatz, in dessen erster Phase die Feedback-Empfänger Erkenntnisse für die eigene Weiterentwicklung aus dem gewonnenen Feedback ableiten (vgl. Abbildung 1: Ableitung von Entwicklungszielen).

Im zweiten Teil der Nachbereitung wird typischerweise erfasst, in welchem Maße die individuell abgeleiteten Entwicklungsziele bereits erreicht sind. Dies kann beispielsweise über eine Review-Befragung geschehen (vgl. Abbildung 2: Review von Entwicklungszielen). Dabei wird jeder Feedback-Empfänger sowie dessen Feedback-Geber nach einem festgelegten Zeitraum automatisch zur Evaluation eingeladen.

Unternehmen, die einen etablierten Feedbackprozess regelmäßig wiederholen, integrieren einen solchen Review-Part häufig auch in die nächste Befragung. In beiden Fällen wird der angestoßene Dialog über Führung und Zusammenarbeit aufrechterhalten und die langfristige Präsenz der Themen im Arbeitsalltag der Feedbackteilnehmer gefördert. Darüber hinaus erhöht dieser Ansatz die subjektive und persönliche Relevanz des Verfahrens für alle Beteiligten maßgeblich:

Erfahrungsgemäß schöpft solch ein intensiver Nachbereitungsprozess das Potenzial des Feedback-Instruments voll aus: auf individueller wie organisationaler Ebene wird Führung und Zusammenarbeit schrittweise optimiert, so dass Mitarbeiter, Führungskräfte und die gesamte Organisation gleichermaßen profitieren.

 




 
 
Thomas Flock
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