Feedback zur Führung virtueller Teams

20. April 2021

Im letzten Jahr ist die virtuelle Zusammenarbeit für viele Teams zur „neuen Normalität“ geworden und dürfte auch über die Covid-19 Pandemie hinaus weiter an Bedeutung gewinnen. Nicht nur in wissenschaftlichen Studien, sondern auch auf der Basis unserer Erfahrungen im Arbeits- und Beratungsalltag setzt sich folgende Erkenntnis durch: Die „erzwungene Digitalisierung“ hat die Akzeptanz des Arbeitens aus dem Home-Office deutlich verbessert. Diese Entwicklung führt  gleichzeitig zu neuen Herausforderungen für Führungskräfte, die ihr Team nun ständig oder zumindest zeitweise virtuell führen.

In einer Umfrage des Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation und der Deutschen Gesellschaft für Personalführung gaben zum Beispiel 90% der befragten Unternehmensvertreter an, zu der Erkenntnis gelangt zu sein, dass in ihrem Unternehmen mehr Arbeit im Homeoffice möglich sei, ohne dass dadurch Nachteile entstünden. In 42% der Unternehmen sei zudem schon beschlossen worden, die Möglichkeit, von zu Hause aus zu arbeiten, zukünftig auszuweiten.

Um dieser geänderten Rolle und den neuen Aufgaben von Führungskräften im virtuellen Raum Rechnung zu tragen, hat meta | five unter anderem seinen best practice Katalog für den Einsatz in 360° und Führungskräftefeedbacks um die Zusatz-Dimension „Führung virtueller Teams“ erweitert.

In die Entwicklung dieser neuen Dimension flossen wissenschaftliche Erkenntnisse zu effizienter virtueller Führung und Zusammenarbeit ebenso ein, wie Erfahrungen aus der Beratungspraxis der letzten Monate. Die gemäß psychologischer Kriterien entwickelten Fragen adressieren dabei verschiedene relevante Aspekte zur Führung auf Distanz unter Rückgriff auf digitale Kommunikationskanäle, wie:

Da die Items der Dimension explizit nur auf virtuelle Führungsaufgaben abzielen, empfiehlt sich zum Erhalt eines umfassenden Führungsfeedbacks das gleichzeitige Erheben ‚nicht-virtueller‘ Aussagen zum Führungsverhalten einer Fokusperson, z.B. mit den Items zur operativen Mitarbeiterführung des meta | 360 best pracitce Fragebogens.

Durch die Rückmeldungen der (teil-)virtuellen Team-Mitglieder und einer Selbsteinschätzung der Führungskraft wird ein Selbst-Fremdbild-Abgleich zu diesen Aspekten ermöglicht. So erhalten Führungskräfte, die mit der ggf. neuen Führungsherausforderung umgehen müssen, wahrgenommene Stärken und Verbesserungspotenziale strukturiert zurückgemeldet. Dies ermöglicht es der teilnehmenden Führungskraft, ihre virtuelle Führungskompetenz bedarfsgerecht und nachhaltig weiterzuentwickeln.




 
 
Thomas Flock
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