Alles neu macht der Januar: Wie gute Vorsätze zu neuen Routinen werden

12. Januar 2023

Alle Jahre wieder im Januar füllen sich die Anmeldebögen für Fitness-Center & Co. und so mancher denkt „Das ist MEIN Jahr“, „Jetzt wird alles anders“. Ich denke das auch. Weniger Wein naschen, mehr Sport, mehr Zeit für Freunde, … und dann kommt es ganz so, wie weiland John Lennon meinte: „Life is what happens to you while you’re busy making other plans“. Ich finde zwei Ansatzpunkte:

  1. Bessere Vorsätze. Vielleicht waren die bislang nicht attraktiv genug, nicht SMART formuliert? Statt „mehr Bücher lesen“ ganz spezifisch drei konkrete benennen, die bis zum Tag x gelesen sein sollen. Statt „mehr Sport“ mindestens zweimal die Woche Schwimmen. Oder sie treffen einfach nicht meine wahren Bedürfnisse, für die sich mein innerer Schweinehund zurecht stark macht, indem er mit einem unausgesprochenen „Och nö, jetzt will sie auch noch ihre Freizeit verplanen“ Vorsätze einfach so unterwandert und meine Aufmerksamkeit raffiniert darauf lenkt, dass die Katze gestreichelt werden möchte. Anleihen bei den KollegInnen zeigen, dass ich außerdem kreativer werden könnte wie bspw. mir vorzunehmen, auch mal Langeweile zuzulassen, vielleicht gefällt ihm das besser. Oder mir die Dinge weniger zu Herzen zu nehmen. Oder anstehende Feiern auf jeden Fall anständig feiern. Ich könnte meinen Schweinehund ja mal zu einem Workshop einladen und mit ihm aushandeln, welche Vorsätze wir beide gut finden.
  2. Bessere Umsetzungsroutinen. Noch hat mein Terminkalender weiße Flecken. Die könnte ich blockieren mit Zeit für mich und meine Vorsätze, Termine helfen. Oder Verbündete suchen, die mich in meinem Vorhaben unterstützen, weil sie ähnliche Ziele verfolgen wie ich. Gemeinsame Lauftreffen planen und sich gegenseitig versprechen, die auch einzuhalten. Danach kein Bier trinken gehen und merken, dass es auch so lustig genug ist. Top-Tipp aus meinem Team: eine Nerv-Beauftragte einstellen. Insbesondere Ehefrauen hätten große Freude an dem Job und würden sich proaktiv dafür bewerben. Also erst einmal heiraten. „Maulwurfshügeltreffen“ einplanen, an denen ich mir die Zeit nehme mal zu überprüfen, wohin ich so gegraben habe im Laufe von arbeitsreichen Wochen und ob der Kurs noch stimmt. Die Zielerreichung wahrnehmen und es bewusst genießen, wenn die neue Routine funktioniert. Dazu passt das 4 M-Modell: Merken (nicht vergessen), Marker setzen (die ein gutes Gefühl auslösen), Meilensteine feiern (auch die nicht erreichten), Milde bleiben.

Wenn das alles nicht klappt dann hilft der Gedanke, dass man sich nicht ständig selbst optimieren muss. Stattdessen vielleicht einfach nur mal dankbar sein für das was ist und das was kommt, so wie es will. Und es im nächsten Jahr einfach nochmal versuchen.




 
 
Kirsten Wallmichrath
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